Ersatzneubau Pavillon Eawag Dubendorf -2. Preis
Die städtebauliche Struktur des EMPA/EAWAG-Quartiers charakterisiert sich durch eigenständig, klar ausgerichtete Bauten die einer geometrischen Ordnung folgen. Dieser Ordnung folgend wird der Neubau gesetzt und ergänzt damit in der derselben Logik den Bestand.

Grundsätzlich nehmen die Erschliessungs- und Pausenbereiche eine zentrale Funktion in unserem Entwurf ein. Sie sind die Orte für Gespräche und den interdisziplinären Austausch. Treppenhäuser und Korridore werden grosszügig dimensioniert und erhalten Tageslicht und damit auch immer wieder Ausblicke in die Umgebung. Sichtbeziehungen in verschiedene Richtungen stärken den inneren Überblick und fördern das Arbeiten und Forschen in der Gemeinschaft.

Im Erdgeschoss, sowie im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die Labor- und Büroräume.

Die moderne Forschung stellt neue Anforderungen an die Gestaltung der Laborarbeitsplätze. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, die an verschiedenen Orten tätig sind, müssen eng zusammenarbeiten und sich austauschen können. Oftmals entstehen innovative Fortschritte in der Wissenschaft auf Grund von spontanen Begegnungen und Interaktionen von Forschenden verschiedener Disziplinen. Es muss also ein vordringliches Ziel der Gestaltung von Laborgebäuden und Labors sein, diese Leute zusammenzubringen und gemeinsam arbeiten zu lassen. Eine hohe Flexibilität hat dabei Priorität.

Optimierte Arbeitsabläufe, Nutzung von Synergien, flexible Medienversorgungs-Systeme, eine schnelle Anpassungsfähigkeit der

Raumaufteilung oder eine modulare Laboreinrichtung – das sind die Bedürfnisse einer modernen Arbeitswelt.

Mit einem flexiblen Laborsystem möchten wir eine kontinuierliche Wertschöpfung und die nachhaltige Effizienz des Gebäudes gewährleisten.

Bezüglich der Architektur des Gebäudes entsteht aus dem Zusammenspiel von gläsernen Fensterelemente mit Brüstungen der Obergeschosse und den windfesten Sonnenschutzstoren ein ausgewogenes Licht- und Schattenspiel, das den inneren Funktionen gerecht wird und dem Gebäude im Areal eine eigene Identität verleiht. Dieses umspannend gebaute Netz nähert sich der Architektursprache der ursprünglichen Bauten auf dem EMPA-Areal an, das Gebäude bekommt aber durch die Leichtigkeit der Glaselemente eine Affinität zu den EAWAG-Bauten.
Year:
2017
Status:
competition
Categories:
education, mixed_use