Konvikt Chur
Das 1968 bezogene Konvikt der Bündner Kantonsschule in Chur gilt als einer der bedeutendsten und stilistisch prägnantesten Bauten der Nachkriegsmoderne in Graubünden.

Mittlerweile in die Jahre gekommen sollte ein der herausragenden Qualität des Konvikts angemessenes Instandsetzungsprojekt entwickelt werden.

Der Vorschlag von SAM sieht vor, das durch Glaus proklamierte kubisch aufgelöste Betonhaus äusserlich in seiner charakteristischen Ausformulierung in drei übereinandergeschichteten Trakten unverändert zu erhalten.

Die Verzahnung mit der Umgebung an den Schnittstellen der gestaffelten Baukörper wird mittels Strukturierung und Begrünung der Flachdächer und Höfe wieder gestärkt.

Im Inneren wird Glaus’ Idee aufgenommen, das Haus als Raumgefüge aus Strassen, Plätzen und Wegen zu verstehen.

Nicht nur die Bewohnerzimmer erhalten ein zeitgemässes Update, auch die zwischenzeitlich umgenutzten Gemeinschaftsräume werden zu ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückgeführt.

Das Kennwort "convivere" vermittelt die Absicht, dem Konvikt als gemeinschaftlichem Wohnhaus eine nachhaltige Nutzung für die kommenden Jahrzehnte zu ermöglichen.
Year:
2016
Status:
competition
Categories:
residential