Zürich
Wohnbauten Südstrasse
Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein großes Areal am Fuße des Burgholzlihügels, westlich der Südstrasse, von einer großen neugothischen Villa und einem Pförtnerhaus sowie dem neuangelegten Park in Anspruch genommen.



Östlich der Südstrasse entstanden das Ökonomiegebäude mit Stallungen und eine grosszügig angelegte Gärtnerei. Unser Auftrag war es, auf dem Gelände der zerfallenen Gärtnerei eine Gesamtüberbauung zu planen. Ein freistehendes Haus, eine kleine Villa, sollte als erste Etappe geplant werden. Die alte Dame, die allein mit zwei Hausangestellten die große neugothische Villa bewohnte, wollte sich zurückziehen. Eine erste Studie beinhaltete eine Überbauung mit villenähnlichen Reihenhäusern und einem freistehenden Gebäude am Südost-Rand der Parzelle. Auf Empfehlung des Stadtbaumeisters zeichneten wir die Baueingabepläne nur für das Haus Südstrasse 41.

Nachdem das Haus Nummer 41 bezogen war, bereiteten wir die Baueingabe für die weitere Etappe vor. Wie von den Behörden empfohlen, projektierten wir gemäß der Bauordnung, die damals in Vernehmlassung stand. Am Tag, an dem wir die Baueingabe einreichten, entschied der Stadtrat mit Mehrheitsbeschluß, daß die neue Bauordnung zurückzuweisen sei. Wir begannen, die dritte Gesamtplanung zu entwickeln. Es dauerte zwei Jahre, bis die zwei Häuser östlich des Nebelbaches bewilligt wurden. Dem Haus westlich, bei der Zufahrt von der Südstrasse her, wurde sie verweigert.

Client:
Privat
Year:
1986
Status:
accomplished
Categories:
residential