Aarau
Neubau Polizeigebäude - 1. Preis
Das Erscheinungsbild des Neubaus vermittelt nach aussen eine offene, transparente und für den Polizeidienst dennoch sicherheitstechnisch abgeschirmte Atmosphäre, welche betrieblich prozessoptimiert, zweckdienlich und schlicht gehalten ist. Die räumliche Absicht eines flexiblen Grossraumes, der stützenfrei und mit minimalen Kernen die grösstmögliche Gestaltungsfreiheit im Betrieb ermöglicht, geht Hand in Hand mit der Tragwerkslösung. So bildet auf dem Sockel ein weitgespanntes Doppelstützenraster pro Geschoss einen effizienten Tragring, welcher einerseits die vorgefertigten, über die ganze Gebäudebreite spannenden Rippendecken-Elemente aufnimmt und im Übergang zur Fassade die Integration der Zu- und Abluft erlaubt. Mit diesem System kann eine langfristig sehr flexible Raumdisposition angeboten werden, welche bereits bei der Erneuerung des PKO für die Rochadeflächen zum Tragen kommt.
Die Gebäudehülle erhält ihren Ausdruck durch die angestrebte Transparenz, wodurch eine Leichtigkeit und Offenheit erzielt wird. Mit dem weitgehend vorgefertigten Tragwerk und der vorgehängten Elementbauweise entsteht ein effizientes Baukastensystem, welches nicht nur finanzielle Vorteile bietet, sondern auch eine schnelle Bauweise erlaubt. Der Fassadenausdruck lebt von der Profilierung, bei der sich die Doppelstützen als Lisenen in der äussersten Ebene abbilden, gefolgt von den wiederum gestaffelten Brüstungselementen, welche in ihrer Oberfläche differenziert behandelt werden. Während die äussersten Teile eine glatte Schalungsfläche aufweisen, werden die zurückgesetzten Brüstungsteile leicht gestockt und mit einem vertikalen Fräsmuster versehen. Insgesamt entsteht mit der beabsichtigten Tiefenwirkung ein Spiel von Licht und Schatten, wo sich horizontale und vertikale Elemente ergänzen.
Year:
2018
Status:
competition
Categories:
public building, office